Tier- und Pflanzenarten

 

Streuobstwiesen sind „Hotspots der Biodiversität“. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben dort. Bereits die großen Baumkronen sind ein Lebensraum für sich. Höhlen in alten Bäumen bieten Nistmöglichkeit für Vögel wie den Steinkauz und für baumbewohnende Fledermäuse.

 

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© Klaus Mayhack

 

Das Totholz an älteren Bäumen ist ein wichtiger Lebensraum für Insekten. Im Gegenzug bestäuben sie die Obstbäume, wenn sie Nektar und Pollen sammeln. Vielen Vogelarten dienen die Insekten als Nahrung. Außerdem sind Obstbäume wichtige Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen.

 

Einige Spechtarten wie Grünspecht und Wendehals, aber auch der Wiedehopf, suchen ihre Nahrung bevorzugt am Boden unter den Bäumen. Sie sammeln mit Vorliebe Ameisen und andere Insekten auf. Zum Brüten nutzen sie Baumhöhlen. Säugetiere wie Igel und Siebenschläfer fressen das Obst, das unter den Bäumen liegt.

 

Die Wiesen sind außerdem Standorte für zahlreiche seltene oder gefährdete Pflanzen. Unter anderem wachsen dort verschiedene Orchideenarten.

 

Streuobstbestände sind ein Teil der Kulturlandschaft. Sie sind vom Menschen geschaffen und ihr Weiterbestand kann nur gesichert werden, wenn sie gepflegt und bewirtschaftet werden.

 

 

Die Streuobstwiese - Ein Kleinod der Biodiversität

Bildband mit kurzen Bescheibungen von Bettina Lange-Malecki

 

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen und sind wichtige Oasen für bedrohte und seltene Arten. Nicht nur gefährdete Tiere wie Steinkauz, Gartenschläfer und die Bechsteinfledermaus finden hier einen Lebensraum, sondern auch in Niedersachsen seltene Pflanzenarten wie der Genfer Günsel, die Gemeine Akelei und rar gewordene alte regionale Obstsorten. Gemeinsam mit dem Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen e. V. (Teil 1) und der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen (Teil 2) hat die Biologin und Streuobstwiesen-Besitzerin Dr. Bettina Lange-Malecki die beiden Bildbände „Die Streuobstwiese – Ein Kleinod der Biodiversität“ herausgebracht. Exemplarisch an einer 6600 qm großen Wiese südlich des Göttinger Waldes hat sie den Tier- und Pflanzenbestand ihrer eigenen Streuobstwiese fotografisch dokumentiert. Begleitet werden die Fotos von stichwortartigen Texten, die über charakteristische Merkmale und mehr informieren.

 

Download-Links:

Teil 1 - Pflanzen - 2021

Teil 2 - Tiere - 2022