Über das Projekt

 

Das Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen e.V. entstand im Rahmen des Projektes „Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen in Niedersachsen". Mit dem von der EU-geförderten Projekt möchte der BUND Niedersachsen, das Kompetenzzentrum Ökolandbau und das Forstamt Sellhorn/Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide sich für die Neuanlage, Pflege und Erhaltung von Streuobstwiesen sowie den langfristigen Schutz von niedersächsischen Streuobstwiesen einsetzten. Im Mittelpunkt des fünfjährigen Projektes steht die Gründung eines landesweiten Netzwerks verschiedener Akteure wie Landwirte, Mostereien, Landschaftspflegeverbände, Imker, Jäger, Pomologen, Stiftungen und Privatpersonen.

 

„Der Verein soll als Sprachrohr, Mittler und Wissensgeber für Streuobstangelegenheiten in ganz Niedersachsen fungieren“, so Projektleiterin vom BUND Landesverband Niedersachsen und Vereinsvorsitzende Sabine Washof. „Eines der wichtigsten Vereinsziele bildet die Beratung anderer Vereine und Privatpersonen bei der Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie bei der Einwerbung von Fördergeldern.“, ergänzt sie. Die Aktivitäten rund um die Vereinsgründung liegen beim BUND Landesverband Niedersachsen.

 

Die Einbindung landwirtschaftlicher Betriebe bildet einen weiteren Projektschwerpunkt, den das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) übernimmt. Es berät interessierte Betriebe bei geplanten Maßnahmen und entwickelt gemeinsam mit ihnen Vermarktungsstrategien für Streuobstwiesenprodukte. Im Forstamt Sellhorn / Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide (WPZ) werden seit 2017 Streuobst-Pädagoginnen und -Pädagogen ausgebildet, die ihr Wissen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergeben.

 

Im Rahmen des Projektes werden auch Artenschutzmaßnahmen umgesetzt, etwa die Anlage neuer Streuobstwiesen, die Pflege und Erweiterung älterer Wiesen und das Anbringen von Nisthilfen. Veranstaltungen rund um die Streuobstwiese runden das Projekt ab: Unter anderem sind Schnittkurse, Fachkonferenzen und Exkursionen geplant. 

 

Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), nach der Richtlinie Landschaftspflege und Gebietsmanagement in Niedersachsen und Bremen, RdErl. d. MU v. 16.12.2015. Es startete am 15.12.2016 und läuft bis zum 31.12.2021. Der Verein bleibt auch danach bestehen.